Es beginnt mit Zahnfleischbluten

Parodontitis tritt vorwiegend ab dem 40. Lebensjahr auf und ist dann auch die häufigste Ursache für Zahnverlust. Die Ergebnisse der fünften deutschen Mundgesundheitsstudie (2014) zeigen, dass Parodontitis viel stärker verbreitet ist als bisher vermutet. 50% der Erwachsenen weisen demnach Anzeichen einer mittelschweren Parodontitis auf und dieser Wert steigt bei den Senioren ab 65 auf über 65 %.

 


Die Parodontitis, eine Erkrankung des Zahnhalteapparats, entwickelt sich oft über Jahre im Verborgenen – meist ohne dass der Betroffene etwas davon ahnt. Sie beginnt langsam mit einer Zahnfleischentzündung, der Gingivitis. Dazu kommt es, wenn Zahnbelag auf Dauer nicht gründlich genug vom Zahn entfernt wird. Der Zahnfleischsaum entzündet sich, es treten Rötungen, Berührungsempfindlichkeiten und Blutungen auf. Im weiteren Verlauf löst sich der Zahnfleischsaum vom Zahn. Bakterien können nun leicht eindringen und sich in der Zahnfleischtaschen einnisten


Parodontitisbehandlung bedeutet tägliche Mitarbeit

In der Hygienephase werden den Patienten die individuellen Mundhygienemaßnahmen vorgestellt und die Anwendung wird geschult. Die Patienten sollen so in die Lage versetzt werden ihre tägliche, häusliche Pflege parodontitisgerecht durchzuführen. Nur wenn diese Pflege zur Routine wird, lassen sich die positiven Ergebnisse der jeweiligen Therapie dauerhaft erhalten.

Die regelmäßige professionelle Zahnreinigung (PZR), vor und nach der Therapie, entfernt Zahnstein und Beläge, aber ganz wichtig, den krankmachenden Biofilm an Zähnen, Zahnzwischenräumen und am Taschensaum.

Die eigentliche Therapie beginnt mit der so genannten Initialbehandlung: dazu werden Zähne und Zahnfleisch gründlich gereinigt, um die tief sitzende Plaque und den subgingivalen Zahnstein zu entfernen. Die Zahnwurzeln werden geglättet und poliert. Sind schlecht sitzende Füllungen und Kronen vorhanden, müssen diese erneuert worden, da sie idealen Unterschlupf für Bakterienherde bieten. Idealerweise ist mit der Initialbehandlung die Parodontitis aktuell gestoppt und die Patienten können in die Erhaltungsphase eintreten. Nur durch diese engmaschige, regelmäßige und andauernde Nachsorge (unterstützende Parondontitistherapie UPT), kann ein dauerhafter Erfolg erzielt werden. Alle Parodontitisbehandlungen werden in der Regel schmerzfrei unter Anästhesie durchgeführt.


In den Fällen verbleibender krankhafter Taschentiefen ist es notwendig, diese weiter zu behandeln um hygienefähige Verhältnisse der Parodontien wiederherzustellen.

Dies kann sein,
- unter Sicht die Taschen erneut zu reinigen und das Zahnfleisch eventuell einzukürzen und wieder zu vernähen
- den verloren gegangenen Knochen wiederaufzubauen und durch Membranen den Aufbau zu schützen (Emdogain-Methode),
- mit einer Photo-Dynamischen-Therapie (aPDT) mittels eines Softlasers zu einer Bakterienreduktion zu kommen und über die Desinfektion der Zahnfleischtasche eine teilweise Knochenbildung anzuregen.

Wir sind speziell ausgebildet in all diesen Behandlungen und können auf über 15 jährige Erfolge verweisen.

Ein dauerhafter Erfolg und damit der maximale Zahnerhalt kann nur durch eine qualifizierte Parodontaltherapie und eine dauerhafte Prophylaxe erzielt werden.

Dies ist immer nötig:
-um die Lebensdauer der eigenen Zähne, der Implantate und des Zahnersatzes zu erhöhen
-um die allgemeine Gesundheit, besonders in Hinsicht auf Herzinfarkt, Schlaganfall, Infektionskrankheiten und Schwangerschaftsrisiken zu verbessern
-um ein orales Wohlbefinden zu haben; kein störender Mundgeruch steigert die soziale Akzeptanz.t dem Zahn verbunden. Inlays sehen den natürlichen Zähnen täuschend ähnlich und halten mehrere Jahre.

 

Video-Erklärung

 

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